Fluchtursachen bekämpfen – Aber wie? Ein Werkstattgespräch

Termin : 24.01.2018 um 19:00 Uhr

Der Ortverband Bündnis90/Die Grünen lädt zum 2. Werkstattgespräch am Mittwoch, den 24. Januar, um 19.00 ins Kesselhaus ein (Friedrich-Ebert-Straße 3, 48268 Greven). Thema ist die zur Zeit viel diskutierte Frage:

Fluchtursachen bekämpfen! – Aber wie?

Zu dieser Gesprächsrunde haben wir drei Referenten eingeladen, die aus jeweils einem anderen Blickwinkel das Thema beleuchten.
Eingeladen sind:

Albert Recknagel, Mitglied des Vorstands des Hilfswerks terres des hommes, deren besondere Aufmerksamkeit den vor Krieg und Gewalt flüchtenden Kindern gilt und die sich vehement weltweit gegen die Rekrutierung von Kindersoldaten engagieren.
Christian Wimberger von der Christlichen Initiative Romero. Diese Initiative greift u.a. im Rahmen ihrer Kampagnenarbeit Problematiken und Fälle insbesondere in Südamerika und Afrika auf, indem sie die Verantwortlichkeiten der deutschen Wirtschaft und Politik auch für Vertreibungen und Fluchtbewegungen versucht aufzuzeigen.

Jan Niclas Gesenhues, Fraktionssprecher der Grünen im Kreistag Steinfurt. Durch seine Entwicklungszusammenarbeit und wissenschaftlichen Tätigkeit verfügt er mittlerweile über eine fast zweijährige Arbeitserfahrung in Ostafrika. Er promoviert zu Stromversorgung und Energiearmut in Afrika, so dass er aus seiner Perspektive die Zusammenhänge zwischen wirtschaftlichen Verhältnissen, Armut und Migration darstellen kann.

Die Fluchtbewegungen von Afrika nach Europa stellen nur einen Bruchteil der weltweit u.a. durch Krieg, wirtschaftliche Ausbeutungverhältnisse und Umweltdegradierung verursachten Migrationsströme dar. Das damit verbundene vielfältige menschliche Leid fordert uns auf, darüber nachzudenken, ob der von der Bundesregierung eingeschlagene Weg – z. B. Bündelung der Entwicklungshilfe, bilaterale (Frei-) Handelsabkommen, verschärfte Grenzsicherung, Auffanglager in Libyen, – sinnvolle Ansätze zur Bekämpfung der Fluchtursachen enthält oder welcher Alternativen es bedarf?